GESAMTINSTANDSETZUNG

Restaurant Muggenbühl

ZÜRICH WOLLISHOFEN

Planerwahl im selektiven Verfahren: August 2026, 1. Rang

Bauherrschaft: Stadt Zürich Amt für Hochbauten

Leistungen: Generalplaner mit STUDIO DE PEDRINI AG

Projektstand: Start Vorprojekt

Die Gebäudegruppe Muggenbühl zählt zu den kulturhistorisch bedeutenden Ensembles Zürichs. Aus einem landwirtschaftlichen Anwesen entwickelte sich seit dem 18. Jahrhundert ein beliebter Gastwirtschafts- und Ausflugsort, der bis heute seine charakteristische Identität bewahrt hat. Um die Anlage langfristig zu sichern, sind umfassende Instandsetzungsmassnahmen an Gebäudehülle, Tragwerk, Gebäudetechnik und Brandschutz vorgesehen.

 

Pavillon – zurück zur ursprünglichen Raumidee:

Während Gottfried Keller in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts noch einen Exerzierplatz überblickte und spätere Generationen die ersten Züge ins Sihltal beobachteten, braust am Hangfuss seit dem einschneidenden Bau des „Zürcher Ypsilons“ von 1974 ein beträchtlicher Teil des schweizerischen Autoverkehrs vorbei. Die Lage an dieser aussichtsreichen Hangkante, zwischen Autobahn und dahinterliegenden Obstgarten und Schafweide, machen den Pavillon und das Muggenbühl als Ganzes zu einem attraktiven und spannungsvollen Ort.

Der Projektvorschlags sieht daher vor, den 1926 von Arnold Huber-Sutter geplante Saal wieder in seiner ursprünglichen Form und Grösse erlebbar zu machen und an die heutige betriebliche Anforderungen anzupassen. Dazu werden alle kleineren, „dienenden“ Räume in einer Raumschicht mit Vorbereitgungsküche zusammengefasst. Beliefert wird der Pavillon wie heute von der Restaurantküche. Ziel ist ein funktionaler und atmosphärischer Pavillon, der seine historische Identität bewahrt und gleichzeitig wieder stärker als Treffpunkt für Veranstaltungen, Gastronomie und die Gartenwirtschaft funktioniert. 

Restaurant Muggenbühl, Pavillon als Kanzel zur Allmend

Foto ca. 1926, Quelle: BAZ

Baueingabeplan 1926, Grundrisse EG

Quelle: Gutachten Denkmalpflege