NEUBAU

MEHRGENERATIONENHAUS EICHLI

STANS NW

 

Direktauftrag: Juni 2011

Bauherrschaft: privat

Bausumme BKP 1-9: 1.95 Millionen CHF

Leistung: Architektur, Projektierung, Ausführungsplanung, Hilfsbauleitung

Realisation: Sommer 2012 – Sommer 2013

Architekturbüro: Dominik Boos und Lukas Murer in Zusammenarbeit mit raumfalter Architekten, Zürich

 

Das Stanser Bürgerhaus

Das bürgerliche Wohnen auf dem Land und dessen Neuinterpretation war bestimmender Entwurfsansatz. Von einer quadratischen Grundfläche ausgehend erhebt sich das Haus mit drei Geschossen und endet mit einem leicht asymmetrischen Zeltdach. Mit dieser Annäherung an die Würfelform konnte die Hüllfläche minimiert und ein energetisch hoher Standard garantiert werden.Die Positionierung des Hauses möglichst nahe zur Quartierstrasse erhöht die Präsenz des Gebäudes im Strassenraum und wertet den südseitigen Garten auf. Die bestehende Birke und eine weitere Baumgruppe im Süden des Grundstücks konnten bewahrt werden.

Das Hauskleid

Die Hülle ist klassisch gegliedert in Sockel, Mittelteil und Dach. Auch die Materialisierung folgt dieser Dreiteiligkeit: Sichtbeton, Holzfassade und Ziegeldach. Blechabschlüsse bilden den jeweiligen Übergang.Schon früh im Entwurfsprozess wurde der Entscheid für einen Holzbau getroffen; die auf einem Ständerbau basierende Tafelbauweise lässt sich an der vertikalen Gliederung der Lisenen auf der Fassade ablesen. Die umlaufenden Gurte betonen die Geschossigkeit und binden die drei Balkontürme an das Volumen; zugleich nehmen sie die Storen auf und ermöglichen dadurch eine sturzlose Fensterkonstruktion.

Die Treppenhalle und der Kern

Die Erschliessung der oberen Geschosse erfolgt über die offene dreigeschossige Treppenhauslaube an der Nordfassade, welches als Übergang zwischen der Quartierstrasse und dem Wohnraum einen visuellen und akustischen Puffer schafft. Durch die aussenliegende Kaskadentreppe wird der Innenraum um den Betonkern mit den Nasszellen freigespielt. In der mittleren Familienwohnung sind die Zimmer so angeordnet, dass sich dazwischen unterschiedliche Räume aufspannen. Eine Holz-Beton-Verbunddecke bildet die akustische Trennung der drei Wohnungen. Der konstruktiv wirksame Brettstapel bleibt dabei als fertige Oberfläche der Decken sichtbar.